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Maximale Sicherheit von elektrischen Anlagen

Jedes Jahr kommt es in Deutschland zu 600.000 Brandfällen, wobei ca. 60.000 Menschen verletzt werden und ca. 600 davon ums Leben kommen. Die meisten Todesfälle passieren bei Brand in Privatwohnungen (die Mehrheit davon im Schlaf).

 

Das bisherige Konzept von Schutz in elektrischen Anlagen, welches in europäischen Normen und durch alle Hersteller von Schutzgeräten für Niederspannungsanlagen eingesetzt wurde, hatte eine ernsthafte Lücke.

 

Keines von solchen Schutzgeräten, wie Sicherungen, Überstrom- und Fehlerstrom-Schutzschalter, erkennt gefährliche (serielle) Fehlerlichtbögen in elektrischen Anlagen, welche eine häufige Brandursache darstellen. Fehlerlichtbögen entstehen z.B. wegen Kontaktverlust (lose Kabelverbindungen an Abgängen), durch starke Biegung und Zugbelastung von Kabeln - was zu mechanischer Beschädigung führt (beschädigte Isolierung und Aderbruch) - oder infolge von Quetschungen.

Unsere Firma hat als erste in Deutschland und eine von wenigen Firmen in Europa den innovativen Brandschutzschalter 5SM6 von Siemens in einer kompletten Gebäudeanlage (Seniorenheim) eingesetzt.

 

Der Brandschutzschalter stellt eine perfekte Ergänzung für Überstrom- und Fehlerstrom-Schutzschalter dar, wodurch eine vorhandene Schutzlücke geschlossen wird.

 

Der Brandschutzschalter (AFDD) 5SM6 erfasst gefährliche Fehlerlichtbögen und schaltet automatisch den gefährdeten Stromkreis ab, um einem Brandausbruch vorzubeugen. Außerdem, das Gerät erkennt und ignoriert jede Funkenbildung, welche auf normale Betriebssituationen zurückzuführen ist (z.B. beim Betrieb von Bohrmaschinen oder Staubsaugern), wodurch unnötige Abschaltungen vermieden werden.

 

Zusätzliche Funktionen umfassen Erkennung von Kurzschlüssen - welche aus irgendwelchem Grund durch übrige Schutzorgane nicht entdeckt wurden - sowie Überspannungsschutz.

Einsatzgebiete nicht nur bei Neuanlagen

 

Der Brandschutzschalter 5SM6 kann nicht nur in neuen Anlagen, sondern auch in bestehenden Kupferdrahtanlagen und insbesondere bei alten Aluminiumdrahtanlagen, wo die Brandgefahr besonders hoch ist, eingesetzt werden.

 

Möglich ist auch der Einsatz in alten 2-Leiter-Anlagen, wo Fehlerstrom-Schutzschalter nicht eingesetzt werden können.

 

Die beschriebenen Schutzgeräte werden insbesondere dort eingesetzt, wo der Brand nicht rechtzeitig entdeckt werden kann, z.B.:

 

  • Schlafräume, Kinderzimmer,
  • Orte, an denen Geräte mit hohem Leistungsbedarf ohne Überwachung betrieben werden (Nachtbetrieb von Waschmaschinen, Spülmaschinen usw.),
  • Fürsorgeheime, Krankenhäuser.

 

Außerdem können die Brandschutzschalter 5SM6 in Räumen mit wertvollen Gegenständen – in Bibliotheken, Museen oder Galerien – sowie in Räumen mit brennbaren Baustoffen, insbesondere in alten Sakralgebäuden aus Holz, eingesetzt werden.

 

Die Brandschutzschalter 5SM6 helfen auch Brandfälle in solchen Räumen zu vermeiden, wo leichtentzündliche Werkstoffe verarbeitet werden:

 

  • Tischlereien
  • Bäckereien,
  • Kuhställe,
  • Scheunen,

Wirkungsweise

 

Um die korrekte Funktion zu erhalten, werden sowohl die Phasenleitung L sowie die Neutralleitung N durch den Brandschutzschalter geführt. Im Inneren des Schalters befinden sich zwei Wandler: Einer von diesen Wandlern dient zur Erfassung von Niederfrequenzsignalen (Netzfrequenzen), der zweite Wandler ist zur Erfassung von Hochfrequenzsignalen bestimmt.

 

Sobald die Erfassungselektronik anhand gelieferten Signalen erkennt, dass bestimmte Kriterien erfüllt werden, um eine gewisse Erscheinung als Fehlerlichtbogen einzuschätzen, wird ein Auslösesignal generiert, welches über eine Auslösespule zum Schaltmechanismus übertragen wird.

 

Der Auslösestift des Brandschutzschalters wirkt auf die Schaltermechanik, was deren Auslösung und Abschaltung des fehlerhaften Stromkreises bewirkt.

Vermeidung von unnötigen Auslösungen

 

Damit ein solches Schutzorgan volle Akzeptanz gewinnt, muss es nicht nur einen einwandfreien Schutz gegen elektrisch gezündete Brände leisten, sondern auch nur im Falle eines tatsächlichen Fehlers auslösen. Beim Brandschutzschalter 5SM6 heißt es, dass der Schalter zuverlässig die durch Beschädigungen an Isolierungen oder Geräten verursachte Fehlerlichtbögen, bei denen eine Sicherheitsabschaltung notwendig ist, von betriebsmäßigen Störsignalen (z.B. Funkenbildung am Kommutator des Motors einer Bohrmaschine oder eines Staubsaugers) unterscheiden muss.

 

Für die Entscheidung, ob eine Abschaltung notwendig ist oder nicht, wird eine Reihe von Faktoren berücksichtigt, welche mit Muster-Störsignalen verglichen werden. Um unnötige Auslösungen zuverlässig zu vermeiden, werden auch die Hochfrequenzsignale berücksichtigt, welche als Grundrauschen im Netz auftreten.

Montage und zusätzliche Informationen

 

Die Brandschutzschalter 5SM6 entsprechen dem IEC-Standard 62606. Sie werden für Endstromkreise in Verbindung mit einem Fehlerstrom-Schutzschalter oder einem Kombischalter eingesetzt. Maximaler Bemessungsstrom eines einzelnen Stromkreises ist auf 16 A begrenzt.

Konformität

 

Die Anforderungen für die Funktion der Brandschutzschalter werden in der Norm PN EN 62606 (DIN EN 62606) beschrieben. Bis vor kurzem waren in keinen europäischen Normen klare Richtlinien bestimmt, wann die Brandschutzschalter in elektrischen Anlagen anzuwenden sind. In letzter Zeit hat sich die Situation radikal geändert. Die deutsche Norm DIN VDE 0100-420 hat die Pflicht eingeführt, diese Geräte auf deutschem Markt für die Endstromkreise in folgenden Orten zu verwenden:

  • Schlafräume und Aufenthaltsräume in Fürsorgeheimen, in Kindergärten,
  • in Räumen mit erhöhter Brandgefahr wegen gelagerten oder verarbeiteten Materialien,
  • in Räumen mit leichtentzündlichen Baustoffen,
  • in Räumen, wo wertvolle Güter zu schützen sind (z.B. Museen).

 

Außerdem, am 01.02.2016 erschien die neue Fassung der Norm IEC 60364-4-42, welche die allgemeine Verwendung von Brandschutzschaltern in elektrischen Anlagen empfiehlt.

 

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